CO2-Preis auf Heizöl: Was er 2026 kostet

CO2-Preis auf Heizöl: Was er 2026 kostet

Der CO2-Preis für Heizöl bewegt sich 2026 in einem Korridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne CO2, das entspricht einem Aufschlag von bis zu 20,7 Cent pro Liter inklusive Mehrwertsteuer. Ein Einfamilienhaus mit 2.000 Litern Jahresverbrauch zahlt dadurch zwischen 349 und 412 Euro CO2-Kosten pro Jahr.

Kurz zusammengefasst: Der nationale CO2-Preis nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) liegt 2026 bei 55 bis 65 Euro pro Tonne CO2 (Stand: 26. August 2026, ADAC). Für Heizöl macht das bis zu 20,7 Cent pro Liter aus. Wie stark sich das im eigenen Verbrauch niederschlägt, lässt sich mit dem Heizöl-Rechner überschlagen.

Wie hoch ist der CO2-Preis 2026 genau?

Der CO2-Preis für Heizöl liegt 2026 zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne CO2. Den genauen Wert legt die Bundesregierung im nationalen Emissionshandel über die Versteigerung begrenzt verfügbarer Zertifikate fest.

Grundlage ist das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG), das seit 2021 schrittweise einen Preis auf den CO2-Ausstoß von Heizöl, Erdgas und Kraftstoffen legt. Anders als in den Vorjahren, in denen ein fester Preispfad galt, bewegt sich der Preis seit der Marktphase innerhalb eines vom Gesetzgeber vorgegebenen Korridors – für 2026 eben jene 55 bis 65 Euro je Tonne. Wo innerhalb dieser Spanne der tatsächliche Preis landet, entscheidet sich über die Nachfrage nach Zertifikaten am Markt.

Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist der CO2-Preis kein separater Posten auf der Rechnung, sondern bereits im Literpreis des Heizöls enthalten, den der Händler beim Bezug von der Raffinerie oder dem Zwischenhändler zahlt und weitergibt.

Wie viel Cent pro Liter macht das aus?

Der CO2-Preis 2026 schlägt mit bis zu 20,7 Cent pro Liter Heizöl zu Buche, inklusive Mehrwertsteuer.

Diese Zahl ergibt sich aus dem CO2-Emissionsfaktor von Heizöl (rund 2,66 kg CO2 pro Liter) multipliziert mit dem Preis pro Tonne. Bei 65 Euro je Tonne CO2 liegt der Nettoaufschlag bei etwa 17,3 Cent pro Liter, mit 19 Prozent Mehrwertsteuer sind es die genannten rund 20,7 Cent. Am unteren Ende des Korridors, bei 55 Euro je Tonne, fällt der Aufschlag entsprechend niedriger aus.

Wer seinen individuellen Verbrauch kennt, kann den CO2-Kostenanteil am eigenen Heizölpreis mit dem Heizöl-Rechner von heizoel.org grob abschätzen und mit dem restlichen Marktpreis vergleichen.

Was bedeutet das für ein typisches Einfamilienhaus?

Ein wenig saniertes Einfamilienhaus mit rund 2.000 Litern Jahresverbrauch zahlt 2026 etwa 349 bis 412 Euro CO2-Kosten im Jahr.

Ein gut saniertes Effizienzhaus mit deutlich geringerem Verbrauch von rund 650 Litern kommt dagegen auf 113 bis 134 Euro CO2-Kosten jährlich. Der Unterschied zeigt: Je niedriger der Heizölverbrauch durch Dämmung, moderne Anlagentechnik oder einen kleineren Heizbedarf, desto geringer fällt auch die CO2-Belastung aus – unabhängig vom Preis pro Tonne.

Wer seinen Verbrauch senken will, findet Grundbegriffe rund um Brennwerttechnik, Heizlast und Wirkungsgrad im Glossar von heizoel.org.

Wie hat sich der CO2-Preis seit Einführung entwickelt?

Der CO2-Preis ist seit dem Start des BEHG 2021 kontinuierlich gestiegen: von 25 Euro pro Tonne im Einführungsjahr über einen gesetzlich festgelegten Preispfad bis zur heutigen Marktphase mit dem Korridor von 55 bis 65 Euro für 2026.

Der Anstieg folgt der politischen Zielsetzung, fossile Energieträger schrittweise teurer und CO2-arme Alternativen wie Bio-Heizöl oder Wärmepumpen relativ dazu attraktiver zu machen. Für Heizölkunden bedeutet das: Der CO2-Anteil am Literpreis wird tendenziell weiter zunehmen, auch wenn der reine Marktpreis für Rohöl und Heizöl unabhängig davon schwankt.

Häufige Fragen

Wird der CO2-Preis separat auf der Heizölrechnung ausgewiesen?

Nein, in der Regel ist der CO2-Preis bereits im Literpreis eingerechnet, den der Heizölhändler kalkuliert. Eine separate Ausweisung ist nicht vorgeschrieben.

Gilt der CO2-Preis auch für Bio-Heizöl?

Der CO2-Preis fällt nur auf den fossilen Anteil des Brennstoffs an. Der beigemischte biogene Anteil gilt als CO2-neutral und wird nicht mit dem CO2-Preis belastet.

Steigt der CO2-Preis nach 2026 weiter?

Der gesetzliche Rahmen sieht eine schrittweise Anpassung vor. Verlässliche Werte für die Folgejahre sollten jeweils aktuell bei den zuständigen Stellen wie der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) geprüft werden.

Quellen

ADAC, „CO2-Steuer fürs Heizen: So hoch ist der CO2-Preis 2026“, Stand: 26. August 2026
Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt), Informationen zum nationalen Emissionshandel (nEHS) und zur Brennstoffemissionshandelsverordnung (BEHV)
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), Pressemitteilung zu Entlastungen ab 2026 trotz steigendem CO2-Preis